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Alles in die Wolke: Was Unternehmen zu Cloud Computing und Microsoft Azure wissen sollten

Das Wort „Trend“ löst meist zwiespältige Gefühle aus: Zunächst hat es den Reiz des Neuen, Zukünftigen und verheißt ungeahnte Vorteile – insbesondere, wenn man frühzeitig dabei ist. Zum anderen aber ist es vom Trend bis zum Hype nicht weit. Das Risiko, sich als Luftnummer herauszustellen, schwingt mit. Bei Trends, die sich auf technologische Innovationen beziehen, kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Sorge, ob sich die neuen Technologien überhaupt beherrschen lassen – bei ihrer Sicherheit, den benötigten Ressourcen und ihren langfristigen Folgen.

Das Thema Cloud Computing ist zu einem dieser Trends geworden. Und spätestens seitdem Microsoft sein Angebot radikal in die „Wolke“ verlagert, kommen Unternehmen mit dem Thema direkt in Berührung. Dennoch ist die Cloud-Skepsis groß. Der vom Verband Bitkom und KPMG herausgebrachte Cloud-Monitor 2019 zeigt: Zwar nutzen 73 Prozent der Firmen irgendeine Form von Cloud Computing. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass über ein Viertel bislang keinerlei Cloud-Dienste nutzt. Besonders der Bereich Public Cloud, also Angebote eines frei zugänglichen Providers, werden sogar nur von 35 Prozent der Unternehmen beansprucht.

Mehr als nur ein Online-Speicher

Ein Grund für die Skepsis dürfte die etwas diffuse Verwendung des Cloud-Begriffs sein. Viele Menschen verbinden mit damit lediglich einen Online-Speicher wie Google Drive, Dropbox oder Microsoft OneDrive für Ihre Daten oder Fotos. Längst aber haben sich Cloud-Dienste etabliert, die weit mehr können. Innerhalb eines Netzwerks (beispielsweise dem Internet) stellt die Cloud Fähigkeiten, Funktionen und Dienste zur Verfügung. Das kann die Rechenleistung von Großcomputern sein, eine Online-Telefonanlage, eine Kollaborationsplattformen für gemeinsame Dokumente, Produktivitäts-Apps oder die digitale Abbildung ganzer Geschäftsprozesse.

Bei der technischen Bereitstellung von Cloud Computing spielen zwei Grundvarianten (und ihre Mischformen) eine entscheidende Rolle:

Zum einen die Private Cloud, bei der Unternehmen ihre eigene IT-Infrastruktur ausbauen und im eigenen Netzwerk Cloud-Dienste betreiben. Meist stellen sie damit ausschließlich ihren Mitarbeitern Daten und Services bereit – wie ein Dokumenten- und Informationssystem oder Anwendungen, die zentral installiert werden und auf die Endnutzer über ihren Webbrowser zugreifen.

Zum anderen die Public Cloud, die ihre Services über das Internet zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass ein öffentlicher Anbieter Rechenleistung, Speicherkapazitäten und meist noch diverse Dienste bereithält, die ja nach Bedarf flexibel abgerufen werden können.

Cloud Computing auch für KMUs?

Argumente für den Mehrwert von Cloud Computing, gibt es einige. Zum Beispiel gelten IT-Leistungen aus der Cloud als gut kalkulierbare Investition, da sie als „Miet-Modell“ funktionieren. Zudem sind sie dynamisch. Das bedeutet, sie lassen sich in kurzer Zeit an den realen Bedarf der Nutzer, an ihre Zahl oder ihr Nutzungsverhalten anpassen –, ohne dass man als Unternehmen Hardware oder Software nach- oder abrüsten müsste. Diese Flexibilität findet sich auch in der Verwendung: Im Außendienst, Home-Office oder bei verteilten Teams können die Mitarbeiter, Partner und Kunden geräte-, zeit- und ortsunabhängig auf die IT-Ressourcen und freigegebene Inhalte zugreifen.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist ein weiterer Punkt wichtig: Sie sparen enorme Administrationskosten, um die eigene IT-Landschaft zu betreiben, zu warten und weiterzuentwickeln – all dies kann zur Aufgabe des Cloud-Anbieters werden. Dafür gibt es, insbesondere in der Public Cloud, verschiedene Servicemodelle:

Infrastructure as a Service (IaaS): Der Anbieter stellt Server-Umgebungen mit virtuellen Computer-Ressourcen zur Verfügung: also Datenspeicher, Rechenleistung und Netzwerkleistungen.

Software as a Service (SaaS): Konkrete (Business-)Anwendungen, die auf den Servern des Anbieters installiert sind und dort ausgeführt werden. Die Bedienung erfolgt häufig per Browser. Weil SaaS meist auf IaaS-Angeboten aufbaut, können auch sämtliche Daten und Dateien der Anwendungen in den Rechenzentren des Anbieters vorgehalten werden. Microsofts Office 365 ist ein typisches Beispiel für Software as a Service.

Platform as a Service (PaaS): Die Kunden nutzen hier eine komplette Entwicklungs- oder Produktivumgebung, Server- und Speicherkapazität, Netzwerke, Betriebssysteme, Datenbanken und weiteres, um sie für eigene Anwendungen in der Cloud zu nutzen. Die Unternehmen wählen also selbst die von ihnen benötigte Software aus, installieren und pflegen sie. Für das geschäftliche Umfeld hat sich besonders Microsoft Azure als umfassender Dienst etabliert.

Flexibles Cloud Computing mit Microsoft Azure

Wenig verwunderlich: Mit Azure hat Microsoft eine Cloud-Plattform geschaffen, in die sich andere MS-Lösungen wie Office 365 hervorragend einfügen. Gewissermaßen lässt sich Azure von einem PaaS-Modell zu einem SaaS-Modell entwickeln. Da Microsoft-Anwendungen in den meisten Unternehmen ohnehin eine große Rolle spielen, ergibt sich der Vorteil, die gesamte Software- und Service-Landschaft zu harmonisieren. Man bekommt so einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen zu Bereitstellung, Betrieb und Service.

Aber zugleich erhalten sich Unternehmen alle Freiheiten. Denn über die Plattform Azure lassen sich auch eigene Anwendungen und Dienste oder solche von Drittanbietern bereitstellen. Es ist unter Azure also nicht nötig, beispielsweise auf Office 365 umzusteigen, wenn im Unternehmen bereits andere Office-Anwendungen, Projektplanungs- oder Kollaborations-Tools zum Einsatz kommen. Auch beinhaltet Azure einen eigenen Marktplatz, über den unzählige Apps (auch Open Source), Add-Ons oder Serviceleistungen bezogen werden können.

Mehr Sicherheit in der Cloud

Zu der eingangs erwähnten Skepsis gegenüber Cloud Computing wird immer wieder die Sicherheit als wesentlicher Grund genannt. Das Thema hat drei Dimensionen:

1.Zum einen die Verfügbarkeit der IT-Systeme, also der Anspruch, die Anwendungen, Daten und Dienste verlässlich, dauerhaft und performant bereitzuhalten – rund um die Uhr. Hier können Microsoft und andere Cloud-Anbieter auf viel größere Ressourcen (wie Fall-back-Hardware, professionelles Know-how und pure Manpower) zurückgreifen, als dies „zuhause“ bei KMUs denkbar wäre.

2.Hinzu kommen bessere Möglichkeiten, die Integrität der Daten und Informationen zu gewährleisten. Also sicherzustellen, dass Informationen nicht unerkannt beziehungsweise unbemerkt geändert oder gelöscht werden. Bei anerkannten Anbietern sorgen Sicherheitssysteme mit Rollen, Identitäten und Zertifikaten dafür, dass Datenänderungen stets dokumentiert und nachvollziehbar sind.

3.Die dritte Dimension von Sicherheit betrifft die Vertraulichkeit durch professionelles Security Management und eine durchgängige IT-Compliance. Beispielsweise nutzt Microsoft Azure dafür ein Monitoring mit Machine Learning und Verhaltensanalysen, um sicherzustellen, dass die Systeme und Netzwerke – und damit die Unternehmensdaten – gegen externen Zugriff oder Missbrauch geschützt bleiben.

Nicht erst seit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind europäische und deutsche Unternehmen sensibilisiert für die Frage, wo ihre Daten gespeichert sind. Im Bereich Cloud Computing erhält dieser Punkt eine besondere Bedeutung, da die Server der großen Anbieter grundsätzlich überall auf der Welt stehen können. Allerdings nutzt Microsoft zwei eigene Rechenzentren in Frankfurt und Magdeburg und garantiert, dass alle Kundendaten ausschließlich dort verbleiben und nicht ins Ausland verteilt werden. In dem Maße, wie Microsoft spezielle Anforderungen seiner deutschen Unternehmenskunden umsetzt, lösen sich die bisherigen Vorbehalte zusehends auf. So werden künftige Studien zeigen, dass aus dem Cloud-Computing-Trend ein Standard wird.

In dem Maße, wie Microsoft spezielle Anforderungen seiner deutschen Unternehmenskunden umsetzt, lösen sich die bisherigen Vorbehalte zusehends auf. So werden künftige Studien zeigen, dass aus dem Cloud-Computing-Trend ein Standard wird.

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