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Ausbildung zum Mainframe-Anwendungsentwickler

Der Konzern Versicherungskammer Bayern (VKB) ist bundesweit der größte Personen- und Sachversicherer und zählt zu den zehn größten Erstversicherern. Der Konzern Qualifizierung zum Mainframe Anwendungsentwickler VKB Logobeschäftigt derzeit rund 6.800 Mitarbeiter. Er ist eingebunden in die Sparkassen-Finanzgruppe und somit Teil des größten Verbunds von Finanzdienstleistern in Deutschland.
In den letzten drei Jahren qualifizierte die Integrata AG angehende Kauffrauen und Kaufmänner für Versicherungen und Finanzen des Konzerns VKB im Bereich der Anwendungsentwicklung. In diesem Zeitraum wurden drei Maßnahmen mit einer Dauer von jeweils knapp einem Jahr und jeweils 70 bis 90 Seminartagen durchgeführt.

Ziel

Warum investiert der Konzern VKB so viel in die Qualifizierung der eigenen Auszubildenden im Bereich der Mainframe-Anwendungsentwicklung? Die Antwort ist denkbar einfach: „Wir planen hier für die Zukunft und wollen dem drohenden Fachkräftemangel an qualifizierten Mainframe-Entwicklern vorbeugen. Die Berufsschulen bieten auf diesem Gebiet keine Ausbildung an. Es gibt nur zwei Lehrstühle an Universitäten in Deutschland, die eine fundierte Mainframe-Ausbildung ermöglichen. Da Großrechner im Rechenzentrum jedoch auch zukünftig nicht wegzudenken sind, lohnt es sich, in die Ausbildung zu investieren. Gemeinsam mit der Integrata - einem der größten herstellerunabhängigen Qualifizierungsanbieter in Deutschland - haben wir einen detaillierten Qualifizierungsplan ausgearbeitet. Mit dieser Maßnahme führen wir den Nachwuchs an unsere komplexe IT-Landschaft und deren Prozesse sukzessive heran“, so Alois Kofler, Abteilungsleiter und Leiter der IT-Azubi Ausbildung im Konzern VKB.
Die Azubis des Konzerns werden nicht ausschließlich in den einzelnen Fachbereichen fortgebildet. Geeignete Azubis mit starkem Interesse an der Softwareentwicklung - und das bedeutet nicht nur angehende Fachinformatiker - haben die Möglichkeit, sich zum Mainframe-Anwendungsentwickler zu entwickeln. So wird gewährleistet, dass die Mitarbeiter in jeweils beide Welten - IT und Fachbereich - Einblick erhalten und ein besseres Verständnis für die umfassenden Prozesse im Unternehmen haben.

Lehrgang „z/OS Anwendungsentwickler“ der Integrata

Grundlage für die Ausarbeitung eines geeigneten Qualifizierungsprogramms im Konzern VKB war der Integrata Zertifikatslehrgang „z/OS Anwendungsentwickler“. Entwickelt wurde er von Marlene Retterath, Produktmanagerin der Integrata AG. Der Lehrgang bietet IT-Mitarbeitern die Möglichkeit, das für die Tätigkeit als Anwendungsentwickler im z/OS-Umfeld notwendige Know-how zu erwerben und sich dies mit einer abschließenden Zertifizierung bestätigen zu lassen.
Der Lehrgang besteht aus drei Modulen (z/OS Basics, COBOL, DB2 und CICS) und hat eine Gesamtdauer von 50 Seminartagen. Zwischen den einzelnen Modulen sind seminarfreie Phasen vorgesehen, in denen die Integrata eine Vertiefung der Lerninhalte zusammen mit dem Trainer anbietet. Diese Tage sind freiwillig, werden aber unbedingt empfohlen. Jeweils zu Beginn von Modul 2 und Modul 3 erfolgt eine einstündige Lernzielkontrolle im Multiple-Choice Verfahren, die den Teilnehmern als Selbsteinschätzung dient.

[caption id="attachment_876" align=alignnone width=660]Qualifizierung zum Mainframe Anwendungsentwickler Lehrgang z/os Inhalte Lehrgang „z/OS Anwendungsentwickler“[/caption]

Am Ende des Lehrgangs findet eine zweistündige Abschlussprüfung statt. Das Ergebnis wird ausgewertet und mit dem Trainer gemeinsam erörtert. Abschließend erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.
Dieser Lehrgang ist mit seiner bewährten Struktur (modularer Aufbau, Praxisphasen und Lernzielkontrollen) immer wieder eine solide Basis für firmeninterne Qualifizierungsmaßnahmen. Zusammen mit dem Kunden können jedoch vielfältige Anpassungen bezüglich Zeitrahmen oder Seminarinhalten vorgenommen werden.

Lehrgang „z/OS Anwendungsentwickler“ im Konzern VKB

Für den Konzern VKB wurde der oben beschriebene Integrata Lehrgang erweitert und modifiziert.
Die Gesamtdauer der Ausbildung erstreckte sich über ein Jahr. Die planerische Gestaltung der avisierten Schulungstermine erwies sich angesichts des Stundenplans der Berufsschule als erste Herausforderung im Projekt, wurde jedoch letzten Endes bravourös gemeistert.
Im Unterschied zum Integrata Standard-Lehrgang hatten ausführliche Praxisteile einen höheren Stellenwert als ein abschließendes Zertifikat. „Wichtig ist eine Kombination aus Trainings- und Praxisphasen. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht. Wenn das theoretisch erworbene Wissen sofort in die Praxis umgesetzt werden kann, steigert dies wesentlich die Nachhaltigkeit des Präsenzseminars“, weiß Marlene Retterath zu berichten. Der Integrata Master Trainer Peter Jeckel konzipierte sogenannte Praxisphasen und einen Praxisworkshop. Für die jeweils mehrtägigen Praxisphasen, die zwischen den einzelnen Modulen lagen, erhielten die Azubis konkrete Übungsaufgaben, die sie eigenständig und ohne Trainer bearbeiteten. Den Abschluss der Ausbildung bildete der ebenfalls mehrtägige Praxisworkshop mit Trainer, in dem die Ausbildungsinhalte mittels einer Fallstudie nochmals gefestigt wurden.
Die Azubis waren von den alltagstauglichen Übungen begeistert. „In der Berufsschule findet man meist keine Zeit, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Mit dem Trainer konnten wir die Themen in Ruhe besprechen und unsere Fehler anschließend korrigieren. So macht lernen Spass!“, verdeutlicht einer der Azubis. Unter inhaltlichem Aspekt war der zuerst durchgeführte Lehrgang eine reine Mainframe Ausbildung, entsprechend dem Integrata Standard-Lehrgang. Dabei konnten die gleichen Softwareprodukte geschult werden, die im Konzern VKB im Einsatz sind.
Um der heterogenen Anwendungslandschaft des Konzerns gerecht zu werden, wurde die reine Mainframe Ausbildung für die nächsten beiden Lehrgänge um eine Sprachenausbildung in Java, die Grundlagen des Software Engineerings und die Methodik der Objektorientierung erweitert. Die Dauer der Ausbildung verlängerte sich um ca. 20 Tage und wurde somit um ein viertes Modul ergänzt.

Lernzielkontrolle

Ein wichtiges Element zur Leistungsdokumentation waren die von der Integrata eigens entwickelten und in die IT-Landschaft des Konzerns VKB integrierten Lernzielkontrollen. Wolfgang Stalp, Seniorprojektmanager und für die Entwicklung individueller Lern- und Hilfesysteme bei der Integrata verantwortlich, setzte die von den Trainern im Multiple Choice-Verfahren entwickelten Fragenpakete jeweils sehr schnell um und konnte innerhalb weniger Tage die Lernzielkontrollen implementieren. Ein Online-Fragenkatalog umfasste pro Modul ca. 35 Fragen und war für die Anwender einfach anzuwenden. Die Ergebnisse besprachen die Teilnehmer anschließend gemeinsam mit dem Trainer. Mit der verpflichtenden Teilnahme an den Lernzielkontrollen zeigte der Konzern VKB, wie wichtig es den Personalverantwortlichen war, dass das Erlernte auch verstanden und später in die Praxis umgesetzt werden konnte.

Mastertrainer und Trainer

Bei großen Projekten hat sich der Einsatz eines Mastertrainers bewährt. Peter Jeckel, seit mehr als 10 Jahren Trainer der Integrata, übernahm diese Rolle. Er wurde mit der Vorbereitung und Anpassung der Trainings sowie der Erstellung von Seminarunterlagen, der Ausarbeitung von konkreten Fallbeispielen und der inhaltlichen Erstellung von Lernzielkontrollen beauftragt. Herr Jeckel führte einen Großteil der Seminare selbst durch und war zudem Koordinator für das „restliche“ Trainerteam im Konzern VKB. Unterstützt wurde er insbesondere durch fachlich versierte Trainer in den Themenbereichen Java und Methodik der Softwareentwicklung.

„Kontinuität und möglichst wenig Trainerwechsel sind uns besonders wichtig“, so Alois Kofler. „Es war mir jedoch auch bewusst, dass der Kreis der Mainframe-Experten sehr klein ist. Die Integrata konnte unsere Anforderungen immer erfüllen und hat in ihrem Trainerpool sehr erfahrene und gute Trainer. Wir sind froh, dass wir uns für die Integrata als Partner entschieden haben“.

Fazit

„Ich bin über den Verlauf der nunmehr dritten Durchführung mehr als zufrieden. Die Investition lohnt sich für uns. Es konnten gut qualifizierte IT-Azubis in den verschiedenen Bereichen in der IT des VKB-Konzerns eingesetzt werden und als Berufsanfänger qualifiziert durchstarten“, berichtet Michael Kästner, Key Account Manager der Integrata AG. „Auch weitere Themenbereiche zur Qualifizierung von Mitarbeitern stehen zur Diskussion, und die Integrata wird bei den Ausschreibungen wieder mit im Boot sitzen.“
Durch die Zusatzqualifikation der Azubis wird es - zumindest beim VKB-Konzern - keinen Fachkräftemangel an Mainframe-Profis geben. Es lohnt sich, in die Zukunft der Mitarbeiter langfristig durch geeignete Qualifizierungsmaßnahmen zu investieren!

Facts & Figures zum Projekt:

Aufgabenstellung:

  • Qualifizierung in der Anwendungsentwicklung im Rahmen der Ausbildung zur/m Kauffrau/-mann für Versicherungen

Leistungen:

  • Definition Portfolio
  • Seminardesign
  • Terminplanung
  • Medienentwicklung (Seminarunterlagen, Lernzielkontrollen)
  • Seminardurchführung
  • Lernzielkontrolle

Zielgruppe:

  • Auszubildende zur/m Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen der Versicherungskammer Bayern

Umfang:

  • Ca. 80 Tage pro Durchführung