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Top 10 der relevanten Soft Skills, Teil 1

Sprunghafte Kundenwünsche, instabile Geschäftsfelder und sich verändernde Organisationsstrukturen sind für die meisten Unternehmen, für Führungskräfte und Mitarbeiter zum ständigen Begleiter geworden. Der Wandel sorgt für einen verkürzten Planungshorizont und mehr Komplexität in allen Bereichen. Agile Unternehmen erheben diese Unsicherheit zum organisatorischen Prinzip. Sie wissen: Künftig hängt der Erfolg nicht primär von der im Unternehmen versammelten Fachkompetenz ab – vielmehr sind Beweglichkeit und innovative, kreative Lösungen gefragt. Beide Erfolgsfaktoren sind nur zu erreichen, wenn die Mitarbeiter ihre individuellen Fähigkeiten, ihre persönlichen Soft Skills, in funktionierende Teams einbringen.

Parallel dazu wandeln sich auch die Ansprüche und Vorstellungen der Mitarbeiter: In New Work möchten sie zeitlich, räumlich und organisatorisch selbstbestimmter sein; sie erwarten Entfaltungsräume, in denen sie Verantwortung übernehmen und sich persönlich weiterentwickeln. Neben strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen im Unternehmen verlangt die selbstverantwortete Freiheit aber auch von den Mitarbeitern Fähigkeiten, die an ihrer Persönlichkeit hängen.

In unserem zweiteiligen Fachartikel beschreiben wir insgesamt zehn essenzielle Soft Skills, die beiden Bereichen gerecht werden und mit denen sich arbeitende Menschen zukunftsfähiger aufstellen. Im ersten Teil konzentrieren wir uns auf:

Skills für mehr Sicherheit in der Unsicherheit

1. Agil und flexibel

Ein agiles Mindset können Unternehmen nicht einfach verordnen. Stattdessen brauchen sie Mitarbeiter, die innere Beweglichkeit mitbringen und fortlaufende Veränderungen im Großen und im Kleinen positiv gegenüberstehen. Denn unerwartete und unerprobte Situationen fordern uns gleichermaßen geistig, emotional und sozial. Mit einem agilen Mindset bleiben wir in der Lage, klar und strukturiert zu denken. Wir können kurzfristig Entscheidungen treffen und uns gegebenenfalls genau dort Hilfe von außen suchen, wo wir sie in Problemlagen brauchen.

Agilität ist ein Geisteszustand, der entwickelt werden muss: Anstatt eine komplexe Situation als unangenehm zu empfinden, machen sich agile Menschen die Situation zu eigen, sehen die Unsicherheit als Spielraum zur Gestaltung und stellen sich die Frage: „Wohin gehen wir von hier aus, was ist das neue Ziel und wie kommen wir dorthin?“ Agile Soft Skills sind schon längst ein Pluspunkt – und werden es zunehmend sein.

2. Neugierig und lernwillig

Die Lust auf Neues und das Interesse daran, sich fortzubilden sind im Berufsleben vielfach hilfreich. So geht es geht natürlich auch darum, schnell neue Fähigkeiten zu erwerben, die für die Ausübung eines neuen Berufs nützlich sind. Oder darum, sich ständig weiterentwickelnde Hilfsmittel, Prozesse und Methoden zu beherrschen – und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Aber es ist ebenso elementar, alte Vorgehensweisen und vertraute Handlungsmuster zu verlassen, wenn erkennbar ist, dass sie in einem veränderten Kontext nicht zum gewünschten Ziel führen.

Dazu kann man sich zwingen. Man kann aber auch seine innere Haltung anpassen und eine Kultur der Selbstschulung entwickeln. Kontinuierlich in das Berufsleben integriert, fällt einem die Suche nach Informationen zur Weiterbildung leichter; das situativ passende Lernformat lässt sich problemlos wählen und auch eine persönliche Lernstrategie ist schnell entwickelt. Die eigentliche Herausforderung ist: mutig sein, die eigene Komfortzone verlassen, sich ausprobieren, sich mit Gleichgesinnten über bewährte Praktiken austauschen, Feedback erfragen – und ertragen.

3. Kreativ und inspiriert

Von Natur aus sind wir alle kreativ! Damit sich unsere Kreativität entwickeln und entfalten kann, müssen wir sie allerdings ein bisschen stimulieren und fördern. Das kann beispielsweise durch äußere Reize, durch Innovationsdruck oder Herausforderungen in problematischen Situationen geschehen. Auch der intensive und wertungsfreie Austausch mit anderen Menschen kann hilfreich sein. Und manchmal sind kreativitätsfördernde Techniken – wie die spielerische Umwandlung eines Problems in eine kreative Aufgabe das Mittel der Wahl.

Vielfach bewährt haben sich Problemlösungsansätze wie „Design Thinking“. Dessen Herangehensweise basiert auf Prinzipien, die sich um Nutzwertorientierung, Visualisierung, Simulation und forschendes Vorgehen drehen. Auch darüber hinaus gibt es viele Instrumente, um Kreativität in sich wiederholenden, ritualisierten Vorgängen zu stimulieren – sei es auf individueller oder kollektiver Ebene. Wichtig ist immer ein offener Geist, der Inspiration erkennen und aufnehmen kann.

4. Initiativ und entscheidungsfreudig

Initiative zu zeigen und sich zu einem ersten Schritt zu entschließen, kann in manchen Situationen durchaus herausfordernd sein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es in der Arbeitsumgebung starke verfahrenstechnische Zwänge gibt, Abläufe wenig Entscheidungsraum lassen oder im Unternehmen eine feste Hierarchie mit engen Verhaltensregeln existiert. In einem solchen Umfeld stellen wir uns die Frage, ob Initiative belohnt wird und ob die gelebte Kultur einen positiven Zugang zu Fehlern ermöglicht.

Der Weg zu einem gestärkten Initiativgeist besteht dann zunächst darin, den tatsächlichen Handlungsspielraum zu identifizieren. Danach geht es darum, sich Gleichgesinnte zu suchen und die Grenzen gemeinsam und kleinschrittig auszutesten. Wenn in unserem erweiterten Entscheidungsraum positive Arbeitsergebnisse vorliegen, können wir diese Erfolgsgeschichten zum einen nutzen, um weitere Verbündete zu gewinnen – zum anderen erleichtern sie uns die vertrauensbildende Kommunikation mit Vorgesetzten und Entscheidungsträgern.

In Unternehmen und Arbeitsumgebungen, die von vornherein offener und fördernder sind, fällt Eigeninitiative naturgemäß leichter. Hier kommt es darauf an, dass wir die Situation richtig einschätzen. Dazu gehört, übernommene Risiken kritisch zu hinterfragen, Potenziale zu erkennen und ihren Nutzen im Verhältnis zum realen Risiko abzuwägen. Die Folgenabschätzung von Entscheidungen ist aber nur ein vorausgehender Schritt. Im Nachgang sollten wir in der Lage sein, die tatsächlichen Auswirkungen auch bemessen zu können. Im Falle des Scheiterns darf man sich dann nicht entmutigen oder lähmen lassen: Fehler bieten immer die Chance, sich zu verbessern und neue Entscheidungen auf einem besseren Fundament zu treffen.

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